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Yoga und Apnoe

Der Baum des Marmara -Meeres

Immer wieder wird gefragt, ob Yoga für das Apnoetauchen wichtig, förderlich, oder hilfreich ist. Weltklassetaucher wie Pipin Ferreras, Herbert Nitsch, oder Tom Sietas sind Beispiele dafür, dass Yoga nicht unbedingt notwendig ist. Jaques Mayol hingegen hat es richtiggehend eingeführt.

Was also ist nun mit Yoga?

Es sollte klar sein, dass Taucher, die an einem Gewässer leben und sich fast täglich darin tauchend aufhalten, eine aquatische Kondition aufbauen, die ungewöhnliche Leistungen hervorbringen kann. Beispiel Pipin und Pelizzari. Für Leute wie Tom Sietas, die beinahe täglich in einem Bad trainieren können, gilt das gleiche.
Was aber ist mit uns arbeitenden, familienunterhaltenden Tauchern, die im Schnitt einmal die Woche in ein Hallenbad können und hoffentlich einen Sicherungstaucher dabei haben? Hier sei angemerkt: eine gute Beweglichkeit in jenen Körperregionen die beim Apnoetauchen von entscheidender Bedeutung sind, ist durch Gymnastik, noch besser Yoga, unumstritten zu erreichen. Junge Menschen mit ausreichender Bewegung haben diese Beweglichkeit. Für sie ist Yoga relativ unbedeutend. Doch die älteren unter uns Apnoeisten - wie Andreas Falkenroth selbst - sind hier nicht selten auf unterstützende Maßnahmen angewiesen. Zwar ist ein forciertes Cardio - Training für Lunge, Zwerchfell und Herzmuskel von Vorteil. Doch muss man wie beim Tauchen auch die Zusammenhänge berücksichtigen; wie erreicht man die Atemhilfsmuskulatur? Wie funktioniert eine Flankenatmung? Hier setzt Yoga durch seine Haltungen und Übungen an. Es sollte klar sein, dass die sogenannten Asanas ohne richtige Atmung und ohne exakte Ausführung bedeutungslos und sogar gefährlich werden. Bluthochdruck, Überproduktion von Hormonen wie Adrenalin und Noradrenalin, Vasopressin und Veränderungen im vegetativen Nervensystem von langsamen Theta-, oder Alpha-, nach schnellen Betawellen sind Folgen von Stress und unkorrekten Übens.
Yoga unter richtiger Anleitung das ganze Jahr über regelmäßig geübt bringt Kondition, Stabilität und hohe Beweglichkeit. Die Positionen können so trainiert werden, dass jene Regionen unseres Körpers angesprochen werden, die wir für das Apnoetauchen brauchen. Am Tage eines Wettkampfes sollte man allerdings vorsichtig sein. Hier ist leichtes Strecken, Dehnen und Entspannen wichtiger als ausufernde Haltungen, die kompliziert sind und hohe Muskelspannung benötigen.

Viel Glück,
Andreas Falkenroth