YOGA
Yoga entstand vor ca. 2500 bis 3000 Jahren.
Die ursprünglichste, vorübergehend in Vergessenheit geratene Art, ist die Marma – Lehre. Heute ist sie eine von dem Deutsch – Indischen Wissenschaftler Prof. Dr. Roque Lobo wiederbelebte Lehre, deren Wirkungsweisen wissenschaftlich begleitet werden. Dabei stehen, ausgehend vom modernen, gesellschaftlichen und beruflichen Umfeld des Menschen, die Neurowissenschaften (Psycho – Neuro – Immunologie, Chronobiologie, Neurobiologie) Pate.
Die Gründe zur Entwicklung des Yoga waren wie folgt: Die Suche nach Antworten auf Fragen nach der Bedeutung der Angst vor dem Tod, vor allem in Kriegssituationen und dem Phänomen des Tötens zum eigenen Überleben bei Mensch und Tier.Der Versuch heraus zu finden, wie das Leiden in unserer Welt behoben werden kann.Der Schutz lebenswichtiger Punkte unseres Körpers (Marmas, Sanskrit: mr = töten), die uns Auskunft über bedrohliche Zustände unseres Inneren geben.
Die Erkenntnisse der ersten in vorchristlicher Zeit lebenden Yogis betrafen die Zusammenhänge bei Verhaltensweisen von Tieren und bei Menschen im Allgemeinen, Schutz-, Abwehr-, krankmachende und gesund erhaltende Körperhaltungen im Besonderen, und Verdauungs-, Atem-, und Kreislaufprozesse. Die Zusammenhänge zwischen Körperhaltungen und innerer Einstellung wurden schnell deutlich.
Folgerichtig schufen die alten Yogis ein System von Tests, basierend auf den latent vorhandenen Flucht-, Kampf – und Schutzreflexen, um zu überprüfen,
ob ihre Schutz-, Angriffs-, Verteidigungs- und Kampfreaktionen auf wirkliche, oder vermeintliche Bedrohungen gerichtet waren.
Dieses System übertrugen sie ebenso auf den Schutz der eben genannten Marmas, die als Zielscheibe der Angriffe des Feindes sein könnten. Dadurch entstanden alle nur erdenklichen Bewegungen des Körpers zur Verteidigung dieser Punkte (Marmas sind vitale Stellen, die uns vor dem Verlust von Kraft und Zeit warnen und an Schnittstellen wichtiger physiologischer Funktionen sitzen. Sie wurden vom ayurvedischen Chirurg Susruta entdeckt).
Die im Training ausgeführten Bewegungen dienten nun auch als Vorbereitungen auf den Kampf, zur Beobachtung eigener Ängste, Furcht, Zorn und Launen und zum Training ihrer Reflexe, um sich von der Angst vor den tödlichen Pfeilen zu befreien. Aus der philosophischen Betrachtungsweise dieses Systems eben jener Meister des Yoga, welche sich mit der Behebung des Leidens befassten, entstanden berühmte Texte wie die Bhagavad Gita und im Mittelalter ein philosophisches System, dass wir später „Yoga“ nannten (Prof. Dr. R. Lobo 1999).
Wenn wir heute Hatha Yoga praktizieren, sollten wir uns der Schule der Selbstbeobachtung wieder bewusst werden und die daraus gewonnenen Fähigkeiten in unser alltägliches Leben integrieren. Unser Körper bekommt dann eine Sprache. Und bekanntermaßen spricht unser Körper am besten, wenn er in eine bedrohliche Situation kommt – also wenn wir auch Grenzen überschreiten. Sollten wir Grenzen überschreiten, müssen wir die physiologische Größe folgerichtig interpretieren und akzeptieren um eine Auflösung zu erzielen.
Bei der richtigen Ausübung der oben genannten Tests (Körperübungen) samt kontrollierter Atmung, die wir in Pranayama erlernen, können wir direkt und regulierend über das vegetative Nervensystem auf unsere somatische wie psychische Befindlichkeit Einfluss nehmen.
Die orthopädische Wirkungsweise durch die Vitalisierung des gesamten Gewebes und des Trainings der Skelettmuskulatur in der yogischen Körperarbeit ist längst bekannt und bedarf keiner Erklärung mehr.
Also: Die Körperübungen (Asanas) in Yogaliefern uns bei entsprechender Praxis eine innere Zustandsbeschreibungliefern uns Auskünfte über unsere Atmungsvitalität – und Fähigkeitliefern uns durch eine Fülle von Informationen die Möglichkeit präventiv und regulierend unsere Befindlichkeit zu bestimmen ermöglichen uns das Simulieren von Stresssituationen (Wettkampf, Prüfung…) in denen die im Erbgut verankerten und vom vegetativen Nervensystem gesteuerten Kampf-, Flucht-, Schutzreflexe wach werden, welche wir dadurch beherrschen und kontrollieren lernen.
In unserem Körper existieren Rhythmen von Herz, Nerven Blutkreislauf, Gehirn, Muskeln und Lunge. Wenn diese Rhythmen durcheinander geraten – und das kommt vor – sprechen wir von Desynchronisation.
Das Zusammenführen der Rhythmen nennen wir Koppelung oder Synchronisation. Die Koppelungen können wir in Pranayama hervorragend üben. Zusammengeführte, synchron verlaufende Rhythmen bilden ein Gesamtmuster und sind verantwortlich für die Persönlichkeit eines Menschen. Wir haben es also mit einer Persönlichkeitsschulung zu tun.
Die Rhythmen werden als wellenförmige Schwingungen der Hirnströme nach ihren Frequenzen fünf Frequenzbändern zugeordnet und in Hz gemessen. Alpha, Beta1, Beta2, Theta, Delta, PGO (Urrhythmus).
Für Freitaucher brächte der weiter oben genannte Umgang mit Yoga als Vorbereitung für ernsthafte Trainings, Wettkämpfe, oder Prüfungen Vorteile:
deutlich entspanntere Zustände (REM – Schlaf) durch einen synchron arbeitenden Organismus, dadurch längere „easy going“ Phasen ,
leichtgängigere Bewegungsabläufe im Bewegungsapparat durch gelockerte Muskeln,
geringerer O2 Verbrauch,
geringere LMC und BO - Gefahr